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Profile zu Gast bei der Stünings Medien GmbH

Industrie 4.0 im Mediensektor

Am 20. April 2016 war das Unternehmens-Besuchsprogramm „Profile“ der IHKs im Rheinland zu Gast bei der Stünings Medien GmbH in Krefeld.

Als mittelständisches Medienunternehmen (Verlag, Internet, Werbung und Druck) ist die Stünings Medien GmbH ständig gezwungen, sich neu zu erfinden. Denn gerade die Medien- und Verlags-Branche steht angesichts der fortschreitenden Digitalisierung vor neuen Herausforderungen. So müssen die zurückgehenden Anzeigen- und Abonnement-Erlöse im Printbereich kompensiert werden; im Drucksektor gilt es, sich gegen die Konzentration der Anbieter und gegen Dumpingpreise zu behaupten. Doch die digitale Transformation bietet genügend Chancen, um am Markt erfolgreich zu bestehen.

Die Teilnehmer erfuhren genaueres über die Digitalisierungsstrategie, die bei der Stünings Medien GmbH schon früh verfolgt wurde. 2009 ging das erste Großprojekt des Unternehmens an den Start: Eine Produktdatenbank namens „DataFactory“. Bei dem Projekt wurde „Content“ (Texte, Daten, hochauflösende Bilder, Grafiken, Filme und PDF-Dokumente) konsequent digitalisiert. Kunden können ihre Daten zentral pflegen und medienneutral verwalten. Mit Hilfe der individuellen Sortimentserstellung können die Daten in verschiedenen Medienkanälen ausgegeben werden:

  • Print: Kataloge, Flyer, Prospekte,
  • Internet: BeraterTools, Shop-Systeme,
  • Datenaustausch an Dritte.

Seit 2011 ist ein weiteres digitales Produkt bei der Stünings Medien GmbH und deren Kunden im Einsatz: Das „PrintLogistik System“ – eine Kombination aus Dienstleistung, Printproduktion und Software, mit dessen Hilfe Verbände und Unternehmen Drucksachen und andere Artikel verwalten, bestellen und bei Bedarf auch individualisieren lassen können. Die Dienstleistung geht soweit, dass die Waren bedarfsgerecht produziert, eingelagert, verwaltet und auch Kleinstmengen verpackt, versendet und an die jeweiligen Besteller berechnet werden.

Stünings Medien kann, dank teilautomatisierter Abläufe seine Produkte günstiger anbieten und vermarkten. Hinzu kommt, dass durch die Verfügbarkeit der digitalen Informationen zeitnah auf veränderte Marktbedürfnisse reagiert werden kann.

Doch die digitale Transformation greift noch tiefer. Aufgrund der vier verschiedenen Unternehmensbereiche und der zahlreichen Produkte sind verschiedene Systeme im Einsatz:

  • Enterprise-Resource-Planning (ERP),
  • Management-Informationssystem (MIS),
  • Product Information Management (PIM),
  • diverse Shop-Lösungen.

Zwischen den Software-Lösungen gibt es Schnittstellen, aber die Harmonisierung der Daten und die Prozesse untereinander müssen individuell angepasst werden. 2015 wurde dazu das Projekt „Connect“ ins Leben gerufen, um die Systeme zu vernetzen, die Inhalte zu harmonisieren sowie die Arbeitsabläufe zu straffen und zu automatisieren (sowohl auf der Software- als auch auf der Hardware-Seite).

Teams erarbeiteten die Mehrwerte der Informationen, die in den jeweiligen Software-Lösungen zu finden sind und extrahierten die wichtigsten Daten, um diese für den Austausch bereitzustellen. So liefert nun das ERP-System Kundendaten an das MIS und an die Buchhaltung. Das MIS reichert die Daten mit den Kalkulationen/Angeboten an und übermittelt diese wiederum der Versand- und Prepress-Software (Vorbereitung für den Druck) usw..

Florian Neumann, Geschäftsführer der Stüning Medien GmbH

Florian Neumann, Geschäftsführer der Stüning Medien GmbH

Florian Neumann, Geschäftsführer der Stünings Medien GmbH sagt: „In den vergangenen Jahren haben wir mehr als eine Million Euro in die Digitalisierung investiert. Gemessen an den Möglichkeiten und Herausforderungen sehen wir uns in vielen Bereichen noch am Anfang eines langen Weges. Aber der Projektplan ist festgelegt, wichtige Fortschritte und erste Erfolge – sowohl in Bezug auf die Kunden als auch auf die internen Prozesse – sind bereits deutlich spürbar, so dass wir für die weiteren Entwicklungsstufen gut aufgestellt sind.“

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