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3D-Druck in der industriellen Praxis

Am 8. Dezember 2016 ließen sich die Teilnehmer der Veranstaltung „3D-Druck in der industriellen Praxis“ in Solingen von Experten aus Forschung und Industrie in die Welt des 3D-Drucks führen. Die Einführung mit Informationen zum aktuellen Stand des 3D-Drucks gab Alexander Schwarz vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen.
Dr. Jan Sehrt vom Rapid Technology Center Duisburg der Universität Duisburg-Essen stellte in seinem Vortrag „3D-Druck – Eine Vision wird Wirklichkeit?!“ Chancen und Herausforderungen im Bereich des 3D-Drucks dar. Chancen sieht er vorallem im Bereich der Ersatzteilproduktion on demand und im Bereich der Fertigung individueller Teile. Allerdings sind noch einige Handlungsfelder offen, so sind z.B. die Investitionskosten für industrielle Anlagen noch sehr hoch. Eine weitere Herausforderung ist die fehlende Qualifikation der Mitarbeiter. Professor Dr. Karsten Nebe von der Hochschule Rhein-Waal stellte in seinen Vorträgen das FabLab (Fabrikationslabor) vor. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit 3D-Druck zu testen. Beide Professoren gingen auf die Handlungsfelder im Bereich 3D-Druck ein, so muss vorallem noch an der Wirtschaftlichkeit, an der Materialvielfalt und an der Qualität der additiven Fertigung gearbeitet werden. Eine weitere Herausforderung auf dem Themengebiet ist die Geschwindigkeit in der gedruckt wird – aktuell noch langsam. Abgerundet wurde die wissenschaftliche Perspektive durch einen Vortrag von Professor Dr. Sebastian Weber, Bergische Universität Wuppertal, zum Thema „Mikrostrukturen und Eigenschaften gedruckter metallischer Bauteile“.
Zwei Praxisbeispiele aus der Industrie komplettierten die Veranstaltung. So zeigten Dr. Eric Klemp vom Düsseldorfer Unternehmen Voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH und Wolfgang Kollenberg von der WZR ceramic solutions GmbH aus Rheinbach anschaulich den Weg von der Idee bis zur Anwendung in der industriellen Praxis und erläuterten die Potentiale verschiedenster Materialien, u.a. von Keramik. Abschließend bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, 3D-Drucker und deren Erzeugnisse in den Räumlichkeiten des 3D-Netzwerks Solingen aus nächster Nähe zu betrachten. Das 3D-Netzwerk ist eine Plattform auf der sich Industrie, Dienstleistung und Forschung versammeln und zum Austausch anregen.

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