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5 Fragen an…

Im Rahmen des Innovationstags der IHK-NRW stellte Herr Dipl.-Ing. Dirk Wettlaufer, Werksleiter der Albrecht Jung GmbH & Co. KG (JUNG), die kollaborative Integration von Industrierobotern in manuelle Prozesse als Praxisbeispiel für die digitale Arbeitswelt vor.
Er und Herr Martin Herms, Geschäftsführer der JUNG, stellten sich zur Verfügung einige Fragen zu beantworten.

Unternehmensportrait

„Fortschritt als Tradition“ – so lautet seit über 100 Jahren der Leitsatz der Albrecht Jung GmbH & Co. KG. Vor allem Teamwork und Innovationskraft sorgten dafür, dass sich das 1912 im sauerländischen Schalksmühle gegründete Unternehmen erfolgreich als Spezialist für Schalter und Systeme etablieren und auf dem internationalen Markt behaupten konnte.
Das Unternehmen überzeugt nicht nur mit einem breiten Portfolio an Schaltern, Dimmern und Wächtern sowie innovativen Systemen zur Funktionssteuerung in Haus und Wohnung, sondern auch mit anspruchsvollem Design und großer Funktionsvielfalt der Produkte. Neben den Aspekten Komfort und Sicherheit werden dabei auch die Ansprüche an Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz erfüllt.
Doch ob es nun ein Einzelprodukt wie ein Lichtschalter oder gleich ein komplexes System zur Multimedia- oder Temperaturregelung im Haus sein darf, eines haben alle Produkte der Firma JUNG gemeinsam: Sie sind „Made in Germany“ und dafür wurde das Unternehmen  2011 als erster Hersteller in NRW vom TÜV NORD ausgezeichnet. An den Standorten Schalksmühle und Lünen wird in kontinuierlich hoher Qualität gefertigt.

Vitae der Herren Herms und Wettlaufer

Martin Herms, Geschäftsführer JUNG

Martin Herms, Geschäftsführer JUNG

Geschäftsführer Martin Herms startete seine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung im Elektrohandwerk und anschließendem Studium. In verschiedenen technischen Fach- und Führungspositionen arbeitete er bei Weidmüller in Detmold, ein Unternehmen der Automatisierungstechnik. Es schloss sich eine Beschäftigung als Vice President des Geschäftsbereichs Elektronik in der Firma Hella an. 2007 übernahm er schließlich als Geschäftsführer die Verantwortung für Technologie- und Produktentwicklung, Produktmanagement sowie Produktionswerke und Qualitätsmanagement der Firma JUNG.

 

 

Dirk Wettlaufer, Werksleiter JUNG

Dirk Wettlaufer, Werksleiter JUNG

Herr Dipl.-Ing. Dirk Wettlaufer studierte zunächst Maschinenbau an der TU Dortmund und war zeitgleich am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in verschiedenen Industrieprojekten tätig. Anschließend durchlief er diverse Positionen bei der Firma JUNG und übernahm 2000 die Leitung des Werkes in Lünen. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Produktion, Logistik und die Gestaltung der gesamten Prozesskette nach den Prinzipien des Lean Managements. Dieses Wissen vermittelt er auch an der Hessischen Berufsakademie im Bachelor Studium Maschinenbau.

 

5 Fragen und Antworten

Das Motto Ihres Unternehmens ist „Fortschritt durch Tradition“. Können Sie uns erklären, wie Sie dies im Unternehmen umsetzen?
Schon die Gründergeneration hat die Philosophie geprägt: „Fortschritt als Tradition“. Daran lassen sich einige Aspekte festmachen, die eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung über so viele Jahre ermöglicht haben. Der Begriff Fortschritt steht dabei für die schon früh geprägte Innovationsorientierung einer Premiummarke, die aus Markttrends zur richtigen Zeit die richtigen Produkte und Lösungen hervorgebracht hat. Durch engen Kundenkontakt und dem „Ohr am Markt“ konnten richtungsweisende Innovationsentscheidungen getroffen und zum Erfolg geführt werden. Die Marke JUNG hat Tradition, hat eine Unternehmensgeschichte und ist seit den Anfängen der elektrischen Installationstechnik mit Produkten und Systemen auf dem Markt. Der Begriff Tradition steht dabei für anspruchsvolles Design und Materialität, für Qualität, für „Made in Germany“, für Kontinuität und Verlässlichkeit gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern und für eine werteorientierte Unternehmenskultur. Und nicht zuletzt hat die wirtschaftliche Unabhängigkeit eines Familienunternehmens, mit langfristig ausgerichtetem Handeln zu dem Erfolg beigetragen.

Sie haben, als eines der ersten Unternehmen, ein Projekt gestartet, dass sich mit der Einführung kollaborativer Roboter in der Produktion beschäftigt:
Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen, dieses Projekt zu starten? Gab es einen Auslöser oder eine Notwendigkeit?
Die Ausrichtung des Unternehmens Albrecht Jung auf die Produktion in Deutschland erfordert eine ständige Anpassung der Prozesse.
Logische und sinnvolle Weiterentwicklung der vor 12 Jahren begonnenen Ausrichtung nach Lean Prinzipien ist die Prozessentwicklung aus dem Industrie 4.0 Portfolio heraus. Ziel hierbei ist es, dauerhaft die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsplätze in Schalksmühle und Lünen sicherzustellen.

Wie haben Sie das Projekt im Betrieb vorgestellt und wie waren die Reaktionen der Mitarbeiter?
Fortschritt nicht nur in Produkten sondern auch in Prozessen ist im Unternehmen Albrecht Jung Tradition. Wie bei vielen Veränderungsprozessen vorher wurden Mitarbeiter und Betriebsrat frühzeitig und mitgestaltend eingebunden. Das Projekt wurde mit großem Vertrauen durch die Mitarbeiter begleitet,  die Akzeptanz im Serienprozess ist vollumfänglich erreicht.

Welche außerbetrieblichen Herausforderungen gab es bei der Einführung des Projektes?
Die Gestaltung der Normen und Sicherheitsanforderungen hat sich parallel zum laufenden Projekt der Roboterintegration in den Arbeitsplatz entwickelt. Dies erforderte einige Anpassungen während des laufenden Projektes.

Auf welchem Stand befindet sich das Projekt heute und welche Tätigkeiten werden von dem Roboter übernommen?
Das Projekt befindet sich im Zustand des stabilen Serienprozesses.  Der Roboter übernimmt zur Zeit in einer Arbeitsinsel den Teilprozess der Beschriftung unseres Smart Radios. Die Ausweitung der Robotertätigkeiten vom Beschriftungsprozess in weitere Montageprozesse ist in Vorbereitung.

Welche weiteren Projekte haben Sie im Rahmen der Digitalisierung umgesetzt und welche planen Sie noch?
Unsere Roadmap Industrie 4.0 umfasst eine große Zahl an Projekten die sich in verschiedenen Stadien der Ausprägung befinden. Zu nennen sind beispielsweise aus dem Bereich MRK die Ausweitung der Robotertätigkeiten in verschiedene Produktionsprozesse sowie die Digitalisierung des Arbeitsplatzes und -prozesses entlang des Wertstromes.

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